Frankreich mit dem Van

Zwischen teurer Maut und dem ultimativen Stellplatz-Paradies

Wenn es uns im Winter in den warmen Süden nach Spanien oder Portugal zieht, liegt ein riesiges Land vor uns, das wir erst einmal durchqueren müssen: Frankreich. Auch wir haben Frankreich bisher meistens „nur“ als Transitland genutzt, um schnellstmöglich ans Meer zu kommen. Aber genau diese Durchreise hat ihre ganz eigenen Tücken – und hält gleichzeitig eine der genialsten Überraschungen für uns Vanlifer bereit!

Das ewige Dilemma: Teure Maut oder endlose Landstraßen?

Wer schon mal mit einem größeren Camper durch Frankreich gerollt ist, kennt den leichten Schmerz an den Mautstationen (den sogenannten Péages). Die Autobahngebühren in Frankreich sind wirklich extrem teuer und reißen auf der langen Strecke Richtung Südspanien wahnsinnig schnell ein riesiges Loch in die Reisekasse.

Die logische Alternative? Man weicht auf die mautfreien Landstraßen aus. Das spart zwar ordentlich Geld und man fährt durch richtig süße, verschlafene französische Dörfer, aber es kostet etwas anderes: unglaublich viel Zeit. Tausende Kreisverkehre, ständiges Abbremsen, Schalten und wieder Beschleunigen, das zehrt nicht nur an den eigenen Nerven, sondern sorgt auch für einen extremen Verschleiß am Van. Wenn man eigentlich wirklich nur zügig durchfahren will, muss man hier gut abwägen, ob einem die gesparte Maut diesen enormen Zeit- und Abnutzungsaufwand wert ist.

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Warum wir Frankreich trotzdem lieben: das Angebot an kostenlosen Wohnmobil-Stellplätzen

Aber jetzt kommt der Punkt, den ich bei jeder Durchreise wieder absolut großartig finde: Frankreich ist unfassbar wohnmobilfreundlich! Wenn du in deiner Park4Night-App den Filter auf die grünen Icons (die offiziellen Wohnmobilstellplätze) setzt, wird die Karte förmlich davon übersät sein.

Unzählige kleine französische Gemeinden stellen extra und völlig legal Flächen für uns Camper zur Verfügung – und das unfassbar oft komplett kostenlos! Diese Aires de Camping-Car sind nicht einfach nur kahle Parkplätze. Sie sind oft richtig idyllisch gelegen (neben kleinen Flüssen, alten Burgruinen oder tollen Parks), du stehst absolut sicher und fast immer gibt es eine Station für Frischwasser und zur Grauwasserentsorgung.

Für mich gibt es auf der Durchreise kein besseres Gefühl, als nach einem langen, anstrengenden Fahrtag nicht im Dunkeln noch ewig nach einem versteckten, halblegalen Wildcamp-Spot suchen zu müssen. Stattdessen rollst du einfach ganz entspannt auf einen wunderschönen, offiziellen Platz, der genau für dich und deinen Van gemacht wurde.

Kurz vor der Grenze zu Spanien: Die Pyrenäen

Richtig spektakulär wird die Durchreise dann meistens ganz im Süden, kurz bevor wir die spanische Grenze überqueren. Die Landschaft rund um die Ausläufer der Pyrenäen bietet eine so gigantische Kulisse, dass das bloße „Durchfahren“ eigentlich fast schon wehtut.

Damit du eine kleine Vorstellung davon bekommst, wie wunderschön und sicher man auf diesen französischen Plätzen stehen kann, teile ich hier ein paar Eindrücke von unseren Stopps mit dir. Klick dich durch und lass die Vorfreude wachsen!